Aber die Zeit ging bis heute über alles hinweg.

Aber die Zeit ging bis heute über alles hinweg... 
In Wirklichkeit waren es die Generationen, die darüber hinweggegangen sind. Jede neue Generation beginnt mit dem „Heute ist Heute“- Lebensgefühl der Jugend, für die Altes, Althergebrachtes uninteressant ist –„Wir Leben Heute“… und so versinkt vieles im Dunklen der Vergangenheit.
Erst im Alter, für den älterwerdenden Menschen werden Erfahrungen der Alten wieder interessant. Jedoch das heutige Antiaging orientiert auch das Denken der „Alten“ auf das „Heute ist Heute“.
Erst Hilflosigkeit z.B. bei Krankheit, bei bedrohlich empfundenen Krankheiten und bei altersbedingter Gebrechlichkeit, bei Leiden kommt es meist zu vertiefter Reflektion, zu Sensibilität gegenüber Altem; Suche nach besserer Leidensfähigkeit.
Und so braucht der Mensch auch Orte an denen vertiefte Reflexionen seiner selbst möglich sind, wo gewissermaßen dazu angeregt wird. Für Gläubige sind das Kirchen, Tempel, Wallfahrtsorte und das Buch der Bücher.
In unserer säkularisierten Zeit können das auch andere Orte sein. Auch Gedenkstätten, Museen sind Orte in denen man sich an Leben, Denken und Werken der Alten orientieren kann, Mut und Kraft schöpfen kann. Auch die schöne Natur… Es muß nicht alles neu erfunden werden, müssen nicht immer neue Therapien erfunden werden – als Geschäftsidee…
Der SELBSTHILFE im Rahmen von Ambulanter Rehabilitation ist der Weg zu bereiten. Warum soll man nicht wissen, wie die Alten gelebt, gedacht, die Welt gesehen, Leid gesehen und verarbeitet, ihre Art von COPING betrieben haben. Wir können und müssen alles Lernen…