Register zu Schefer's Laienbrevier




















































































D
Da, wo ein Schmerz dich über kommt, wo dich
Das allgemeinste Laster ist Bestechung
Das Böse kennst du nicht. Es ist unmöglich
Das Denken ist die allergrößte Macht.
Das Denken macht dich groß; das Fühlen reich,
Das hieß' dem Gott Erinnerung abzusprechen,
Das ist der größte Vorteil für die Menschheit:
Das ist der Welt, das ist dem Gott selbst wichtig:
Das ist die große Lüge dieser Welt:
Das ist nicht Seelengroße, Stärk' und Fassung,
Das Kind hat Blumen mit ins Bett genommen,
Das Kind will seine schöne Taube füttern;
Das Kleid des Menschen wird ihm bald zur Haut,
Das Leben mußte einen Inhalt haben!
Das Leben wird bald Jedem gar so lieb,
Das Menschenherz geht immer schwer. Gefangen
Das Menschenleben scheint so herb, so bitter
Das Mittel gegen Unversönlichkeiten:
Das sage: Dient der Mensch für Augenblicke?
Das scheint das Göttlichste mir von dem Gott:
Das Schicksal und den tod, geliebte Seele,
Das sehen meine Augen deutlich, sehen's
Das sind die leichten niedern Tugenden,
Das Testament sagt: - "Jesus sprach: Ihr wisset,
Daß alle alles wissen, jeden Zustand"
Daß alles eine Zeit sei, Jahre nichts
Daß Andre Unrecht haben, könntest du
Dein rastlos Herz hat keinen Schlag verfehlt,
Dem Menschen sei ein jegliches Geschäft
Denk öfter: ""Wer genießt wohl jetzt das Gute
Der ander Gutes, o verschweig es nicht,
Der Arme hüte ja sich, wie ein Kranker
Der aufgethane, ganz erwachte Geist
Der Elephanten Zahn - das Elfenbein
Der Geizige ist undankbar desgleichen
Der Glockenschlag, der zum Begräbnisgruft
Der Gott im Sterblichen, der Gott im Kleinen,
Der hatte viel gedacht und viel gelitten
Der Hauch, der unsichtbar vom lauen Himmel
Der helle Tag ist auch nur eine Nacht
Der Hoffnung zarte Wesen sind dir treuer
Der Knabe hat sich in die Hand geschnitten,
Der Koran sagt: Gott will, daß sein Gesetz
Der Mensch hat viele Räthsel aufzulösen,
Der Mensch ist göttlich, in ihm wohnt ganz deutlich
Der Morgen scheint viel schöner als der Tag,
Der Reiche und der Böse halte ja
Der Ruhm des Einzelnen gehört der Menscheit
Der Schiffer gießt auf sturmeshohe Wogen
Der Wind zerknickt dir deien schönste Rose -
Der, wer des Lebens beste Güter hat
Des Lebens edle Güter erben nicht
Des Menschan Hauptwerk ist das Dasein ganz,
Diabolus, der Teufel, heißt nur Zweifler
Dich kennt Natur, durchschaut dich, durch und durch,
Die alte Silbermünze liegt vor dir,
Die Alten, noch ihr selbst nicht klar empfindend,
Die beste Weise, die Natur zu lernen
Die edlen Todten leben immer! Nah!
Die eine Wehmuth überfällt dich noch
Die Erde ist des Menschen Heimath, ist
Die Erde ist nicht alles Ernstes wert!
Die Erde zwingt zum Geben uns, zur Großmuth!
Die größten Güter schenkt der Gott Jedwedem,
Die höchsten Güter mußt du dir - gewähren
Die kleinste Sache kannst du gut verrichten
Die Menschen - die rechten Menschen denken
Die Menschenherzen gleichen Diamanten
Die Nacht ist himmlisch, und ein göttlich Wunder
Die Nacht setzt alle Kön'ge ab; die Richter
Die Phantasie hat ihre eignen Leiden,
Die Redlichkeit besteht nur durch das Reden,
Die schlafenden Geliebten anzusehn,
Die schöne Mutter hat ihr schönes Kind
Die Schönheit ist ein Kind der freien Seele
Die schönste Jungfrau, die vom Kirchhof kommt
Die Sonn' ist unter! - und mit Zauberkraft
Die Sonne scheint so lieblich in das Thal,
Die Sterne wandeln ihre Riesenbahn
Die Weltgeschichte, dieses Alls Geschichte
Die zehn V e r b o t e haben wir von Moses,
Dort brennt der Tag ab! Seine rot Lohe
Dort steht der Stern der heil'gen drei König'
Dort trägt ein ernster, schwarzer Mann … bedeckt
Drei Dinge stehn jedwedem Menschen zu,
Du ehrest deinen Vater nicht und sprichst:
Du fluchest? - Weißt du nicht, daß heute Sontag
Du fürchtest viel von kindischem Vertrauen
Du glaubst, ein jeglich Wesen sei für sich
Du gute Seele, die am bangsten weint,
Du Guter, kannst du nicht u n s c h u l d i g leiden,
Du hast dein Kind verloren, armer Vater!
Du hast mich hier herausgesandt, o Vater
Du helles Purpurdach der bunten Erde,
Du hörst in stiller Nacht der Schwalbe zu,
Du hörst von einem Gott, du sprichst von ihm,
Du kannst nach jeder Schuld der reinste Mensch seyn,
Du klagst:"Ich hab' auch keinen Freund!" Das schmerzt mich,
Du mache weislich dir die Welt zur Schule.
Du Menschenseele, bist die Himmlische!
Du sahst die Wasserblumen in dem Teich
Du sprichst so viel von Pflichten, nein nicht Pflichten -
Du strafst an Kindern Kinderfehler nicht:"


E
Ein angewöhnter Fehler gleicht der Fliege.
Ein großes göttliches Bewußtsein nur
Ein großes Wort tönt durch die Himmelshallen,
Ein guter Tisch ist eine süße Folter,
Ein heimisch Wort, das jeder bei sich trägt
Ein jeder hat so weit noch, wie Columbus
Ein jeder ist ein Kind der Zeit. Was um ihn
Ein jeder ist sich selbst der größte Feind
Ein jeder Mensch muß in des Lebens Wüste,
Ein Kind ist göttlicher Natur. Dem Ursein
Ein kleines, nacktes Kind, das seine Mutter
Ein Mensch ist nicht das Tausendteil vom Menschen
Ein Mittel weiß ich, wie du an dir selbst
Ein reicher Mann ließ sich um jede Stunde
Ein Saal ist noch kein Fest, und Orgel, Flöte,
Ein Schweres ist's auf Erden, fröhlich sein!
Ein Wandrer in der Urwelt hatt' es einst
Eins halte fest und denk' es immer milder,
Ergebung ist nur durch Erhebubg möglich -
Erkenne deine eigne Kraft als freien Willen,
Erkennst du einen Wahren Unterschied
Erst Ruh' und Würde macht das Dasein schön!
Erwarten ist selbständig Glück für sich
Es donnert! göttlich donnerts; rede mehr!
Es gibt ein immerkleines Menschenvolk,
Es gibt ein Lichtreich, Centillionen Sonnen,
Es gibt nur immer wenig große Herzen
Es gibt unzählig viele Totengräber
Es hat den ganzen Tag gespielt; bei Blumen
Es ist nur eine Ruh' vorhanden. - Doch
Es muß der Mensch das Gute thun. Das ist
Es steigt ein fremdes her verlornes Kind


















N
Nach langer Frühlingswärme fließt des Nachts
Naturerkenntnis schafft dem großen Meister
Nicht so verstehe du das Glück des Menschen,
Nicht unerforschlich ist der Frau'n Gemüth
Nicht ungeduldig! Alles wird noch werden,
Nichtachtung und Mißachtung, ja Verrachtung,
Nichts ist als Gott, und a u ß e r ihm ist nichts!
Nichts über Kinder! Auf der ganzen Erde
Nichts, nichts auf Erden ist noch elend als -
Nie lebt glücklich, wer den Tod noch fürchtet,
Nimm einmal an: Ein Mensch nur wäre Gott!
Nimm Thotheit nicht für Weisheit an, nicht Trug
Noch Keinen sah ich, der das Leben lebte,
Nun ist ein Großer Wundersaal geöffnet -
Nun spinnen sich die bunten Raupen ein,
Nun stehen unzählbare Blumen auf
Nun steigst du in den Kahn der Nacht, und fährst
Nun sterben alle Blumen! Alles geht
Nun tragen sich in ihren kleinen Händchen
Nur Einen Feind noch hat der Mensch auf Erden
Nur einen Wunsch, nur ein Verlangen hätt' ich,
Nur weise leben, das ist weise seyn.
Nur, wer die ganze Stimme der Natur










S
Sag', wann ist erst das Leben etwas wert?
Sag', wie erwerb' ich mir Zufriedenheit?
Schon Manchen hat die Schönheit weit verlockt,
Selbst aus dem Irrweg wird der Irrtum klar.
Selbständig, unser eigen ist das Glück
Sich ein Bestimmtes einzubilden, dieses
Sich selbst gewonnen hate das Vergangne!
Sich selbst vertheilt, sich einzeln ausgelegt -
Siehst du aus einem Kästchen tausend Perlen
So früh schon von der blühenden Aurikel
So heilsam wirken Mäßigung und Ordnung,
So lebt denn wohl, ihr Seligen! lebt wohl
So oft du eine That zu thun gedenkst,
So wie der Mensch sich selber nie erschienen
So wie die Feuersbrunst zum Löschen leuchtet
So will ich leben, wie der Mensch auf Erden
Soll erst ein Donnerschlag am heil'gen Morgen
Soviel, wie - 'Jemand' von den Frauen hält
Sprich nicht:'Das Leben kümmert mich nicht groß'
Stell' auch Menschen noch so hoch, nur laß ihn
Stets mäßig! - nur ein gleichgetragner Strom






V
Verdirb dir nicht die Gegenwart durch Zukunft
Vergänglich ist der Mensch! Vergänglich ist,
Verlangest du für gute Werke Lohn,
Verlasse deine Heimath nicht! Auf Jahre!
Vermeide streng, Unlöbliches zu hören!
Versäume keine Pflicht, und übernimm
Verständig werden ist der Mühe wert;
Verstehst du nicht des Lebens Kleinigkeiten,
Verzehrt dich Gram, so hebe seine
Viel tausend Menschenherzen in Eleusis
Viel tausend Völker vom Geschlecht des Menschen
Vielfach ist der Bezug des einen Menschen
Voll Würd' und Kraft steh fest auf dieser Erde,
Von allen Dingen, fremden und den seinen,
Von allen Wesen das hilfloseste
Von hundert Städten fand ich nur die Asche,
Von selbst ist alles ewig. Darum war es
Von Unglück frei sein, ist großes Glück!
Von vielen Dingen und Begebenheiten
Vor einer Lilie, die da reden könnte
Vorreden zu den schönen Menschenleben,


W
Wär' keine Sonn' am Himmel, wie viel fehlte!
Warum des Lebens schöne B i l d e r auch
Warum so wenig Dankbarkeit sich zeigt?
Warum wohl decken Ziegel selbst so sicher
Was auch ein Mensch zu sein dir mit sich bringt
Was braucht es Abschied auf der Erde! Alles
Was du dem andern thust, das thust du dir.
Was du im Menschenkreis auch irgentwo
Was ganz gewöhnlich ist, was alle Tage
Was ich in jener Welt zu finden wünsche
Was im Gebete dir geschieht, was im
Was ist ""das Göttliche"" denn gar so viel,
Was ist die Welt wohl wert, du reiner Geist?
Was ist nun werth, daß Etwas ist? Und Alles?
Was nicht verdient, daß die Sonne scheint,
Was rührt am tiefsten eines Menschen Herz
Was sein kann. ist; was werden kann, das wird.
Was seinesgleichen neu und jung hervorbringt
Was soll im Träume dir das Fernrohr helfen,
Was sollst du, Mensch, nun mit dem Volk des Menschen?
Was unverwandelt rein zum Himmel eingeht,
Was wächst, das wird noch. Also ist es Wahrheit:
Was weint die schöne Braut? die wissentlich
Was willst du auf die arme Menschheit zürnen
Was wir gebauchen, haben, macht uns reich --
Weit besser ist noch: gut gewesen seyn,
Welch kleines Spiel ein jeder Mensch doch spielt,
Wem Menschen, Schicksal, oder Elemente
Wen von dem Schicksal Unglück trifft, der duld' es!
Wenn alle Fische stumm sind, willst du zürnen?
Wenn alle nicht mehr weiter leben sollten
Wenn du als Kind die Augen dir geblendet,
Wenn du dereinst gestorben bist, und fort
Wenn du die Welt erfahren hast, so weiß du:
Wenn du ein reizendes Gemälde hättest,
Wenn du im Garten wandelst, willst du nicht,
Wenn du um etwas streitest, streite so
Wenn du zum bloßen Arzt die Worte wagest:
Wenn du's so weit bringst, daß du Feinde hast
Wenn nun die Leute Böses von dir reden,
Wenn nun im Herbst die Bäume laublos stehn,
Wer also dichten könnte, wie der Gott
Wer garnichts wünschen, gar nichts hoffen könnte
Wer ist es. Der da kommen soll, - um hier
Wer ist wohl, der auf nächtlich nöth'ger Reise
Wer nicht in seinen Lieben leben kann
Wer sagt: Wie groß der Mensch ist! Denn die Welt
Wer seinen Werth, sein Werk und seinen Fleiß
Wer über seinen Kampf um Lebens-glück
Wer weinen sehn will, seh' den Armen weinen
Wer wünscht und hofft, der lebt schon in der Zukunft
Wer zu dir Tiefgebeugtem tritt, und spricht:
Wie ist des Lebens Grund so zauberisch!
Wie keck der Mensch doch ist - so klein zu seyn!
Wie lautlos trägst du alles, was geschehn ist!
Wie lieblich scheint die Sonne uns - des Nachts
Wie schwer du mußt dein Herz gebildet haben,
Wie selten leben wir das eigne leben!
Wie süß das kleine Kind doch seinen Ursprung
Wie viel sind Elemente= - ""Ueber Hundert!"" -
Wie viele Schlachten sind jetzt nur - ein Wort!
Wie vieles Zarte hast du in der Kindheit
Wie voll, wie seeligvoll ist doch das Herz
Wie wollte Gott auf Erden für sich sagen
Willst du auf Erden hier ein Wunderbares
Willst du noch kaum so gut sein wie ein Mensch
Willst du von zweien Dingen wissen, welches
Wir Menschen haben ein natürlich Recht
Wir streben vieles. Mancherlei gelingt,
Wir wissen so viel, als wir uns bewußt sind
Wird man je so post Christum natum schreiben:
Wonach das Leben zählen? Und nach welchem
Worauf man dir erst Gift und Galle streut,
Worin du leben sollst? - Unmöglich doch
Wozu der Schlaf ist den Lebendigen,